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Geschenke an die Selbstliebe #2 – Tricks sind heilig

In Geschenke an die Selbstliebe #1 ging es um die allgemeinen Schwierigkeiten, die einer Praxis für mehr Selbstliebe im Wege stehen können. Außerdem habe ich vier Faktoren genannt, die uns helfen, neue Dinge umzusetzen, auch wenn sie… nun ja, eben gut für uns sind:-)

Hier kommt eine Zusammenstellung von vier feinen weiteren Möglichkeiten, um über die innere Mauer zu klettern – um sich mit einem Date der Selbstliebe zu überraschen. Oder um eine selbstliebes-hungrige Freundin zu beschenken? Jedenfalls eigens von mir erprobte Delikatessen.

Die folgenden Tools stammen aus unterschiedlichen Richtungen und haben jeweils einen eigenen Schwerpunkt. Ich hoffe, dass in dieser Liste ein paar Inspirationen für dein „Projekt Selbstliebe“ stecken!

Ich sage also nicht, dass diese Tools und Tricks für alle Frauen funktionieren. Heilungswege haben einzigartige Phasen und brauchen zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche „Manöver“. Aber ich sage, dass es einen Versuch wert ist, sobald dein Bauchgefühl JA dazu sagt, und ich sage auch, dass es heilsam und heilig ist, zu forschen, zu testen und zu spielen.

1.)
Yellas „Kurzanleitungen“ – smarte Reiseführer in die Räume der weiblichen Sexualität

2.)
Cocos DVD „Sensuous Workout“ – Körper-Flow für sinnliche Entdeckungen

3.)
Gitta Arntzens CD „Wie sie´s mag“ – explizite Einladung zum Self-Pleasuring*

4.)
Dami Charfs Homepage und Online-Angebot nach Traumata – eine Fundgrube für Traumheilung und… Selbstliebe.

Hier die Beschreibung dieser „Selbstliebe-Tricks“ im Einzelnen:

1.)
Yellas Kurzanleitungen

„Was immer du tust, mache es mit Herz. Aufmerksamkeit ist wichtiger als Technik.“ (Yella Cremer)

Die wenigsten Bücher werden durchgelesen. Hard Facts: Immerhin 10% aller verkauften Bücher werden bis Kapitel 2 geöffnet… Bei Yellas Kurzanleitungen kann genau das nicht passieren.

Die Sexlehrerin hat eine Reihe von „Spickzetteln“ veröffentlicht, auf denen das Wichtigste zu verschiedenen Bereichen der weiblichen Sexualität zusammengefasst ist – und zwar im Format einer großen, wunderschön bebilderten und laminierten Karte. Will sagen: Ohne Buchdeckel, ohne Verpackung und ohne Kapitel. Die Informationen erwarten uns – passend zum Thema! – unbekleidet… wir brauchen nur zu blinzeln und haben schon etwas über unseren Körper und das Wunderwerk unserer genitalen Anatomie und Sexualität gelernt.

Die meisten von uns lernen visuell. Die Kurzanleitungen bieten eine so kondensierte, präzise Zusammenfassung und anatomische Darstellung, dass unser Gehirn durch die Beschäftigung mit einer Karte mehr lernen kann, als wenn es sich die wesentlichen Informationen aus mehreren hundert Seiten zusammensuchen muss.

Vielleicht interessiert dich die weibliche Ejakulation? Prima, denn die Karte dazu ist laminiert – statt durchzuweichen:-)

Vielleicht willst du dich an das Thema Yonimassage herantasten, indem du die Techniken erst einmal an dir selbst probierst? Dann findest du hier die Anleitung dazu.

Und da sexuelle Heilung eine ganzheitliche Angelegenheit ist, die die seelische und meditative Dimension unserer Sexualität entfalten kann, passen die beiden folgenden Kurzanleitungen perfekt zum Thema:

Eine Karte mit den verschiedenen Techniken einer G-Punkt-Massage (das ist sozusagen ein Ausschnitt aus einer Yonimassage und wird hier als eigenständige Form ausführlicher beschrieben und dargestellt)

Und

Eine Einführung in die „Orgasmische Meditation“ („OM“), eine Form der sexuellen Praxis, die zutiefst beruhigt, sensibilisiert und Vertrauen aufbaut. In der Kurzanleitung heißt diese besondere Technik „Sanfte Klitorismassage“.

Die unkonventionelle und unversteckte Art und Weise, wie die Kurzanleitungen sexuelle Skills vermitteln (und besser als Papier zur Badewanne, zu Ölen und Gleitgel passen!), machen uns etwas zugänglich, wovor wir sonst endlos herumschleichen könnten. Und ganz aus Versehen sind neugierige, liebevolle Berührungen unserer Genitalien gelebte Praxis.

Die günstigste Möglichkeit, die Kurzanleitungen zu bestellen, ist direkt über Yellas Homepage.

2.)
Cocos „Sensuous Workout“

„Es ist keine Zeitverschwendung, dich mit dir selbst zu beschäftigen. Es ist nicht egoistisch, wenn du möchtest, dass es dir gutgeht.“ (Coco Berlin)

Coco Berlin ist eine begnadete Bauchtänzerin und Forscherin für sinnliche Weiblichkeit. Mit ihrem „Sensuous Workout“ hat sie eine Einladung an Frauen kreiert, sich unbefangen im eigenen Körper wieder landen zu lassen. Die Doppel-DVD enthält die Anleitung zu einem fließenden, tänzerischen Workout in mehreren Variationen, eine Einführung in das Thema Beckenboden und eine Reihe von Tipps, wie wir ohne Mühe mehr Sinnlichkeit in unseren Alltag integrieren können.

Coco schafft es, einen sinnlichen, erotischen Raum der Bewegung zu vermitteln und gleichzeitig deutlich zu machen, dass wir diese Tools um unserer selbst willen anwenden – nicht für ein Gegenüber und nicht für ein Außen. Sie strahlt darin eine unbedingte Wertschätzung für jeden weiblichen Körper aus und verkörpert genau das, was sie lehrt: sinnlichen Genuss.

Ich empfehle ihre DVD aus drei Gründen:

Erstens gehen sexuelle Traumata fast immer auf Kosten des erotischen Selbstwertgefühls. Indem wir simpel den Bewegungen auf einer DVD folgen, bewegt sich unser Körper so, als sei er wertvoll… Und mehr noch als unseren Glaubenssätzen glauben wir dem, was unserer Körperhaltung und –bewegung entspricht. Die Körpersprache einer Frau, sinnlich und wertvoll zu sein, kann mithelfen, eine natürliche sexuelle Selbstliebe wieder zu spüren.

Zweitens ist das „Sensuous Workout“ eine physiologisch kluge Zusammenstellung von Bewegungen. Die Effekte von Bauchtanz auf eine bessere Durchblutung der Beckenorgane und des gesamten Körpers sind seit Langem bekannt. Wenn wir eine wohltuende Bewegungspraxis in unserem Leben haben, können unsere sexuellen Selbstheilungskräfte viel leichter für uns arbeiten – ohne dass wir dafür direkt in unser Trauma greifen müssten.

Drittens bietet Coco die Vernetzung mit anderen Frauen an, z.B. über ihre Facebook-Gruppe „Sensuous Workout“. Womit wir wieder beim Thema von „Geschenke an die Selbstliebe #1“ wären, es nicht alleine schaffen zu müssen, weil wir eine Gruppe um uns haben…

Eine weitere Möglichkeit, sich mit einem sinnlichen Fokus im Alltag und vor allem mit anderen Frauen zu verbinden, findest du auf Cocos Initiative SENSUOUSMIND, wo du Tipps und Interviews mit weiteren Frauen sehen kannst, die sich von den Themen der Weiblichkeit, Lebendigkeit und Selbstliebe bewegen lassen.

Zum Lauschen, Schauen, Atmen und Lächeln:-)

3.)
Gitta Arntzens CD „Wie sie´s mag“

„Nimm wahr, was jetzt da ist. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Es gibt keine Erwartung, wie sich die Berührung anfühlen soll.“ (Gitta Arntzen)

Ein tolles – ein überfälliges Projekt. Gitta Arntzen, Sexualtherapeutin aus Köln, hat es umgesetzt: eine gesprochene Anleitung zum weiblichen Self-Pleasuring* auf CD. Der Fokus liegt dabei genau auf dem Pol, der im Alleingang oft schwerfällt: absichtslos sein. Zeit haben zum Erkunden. Über das gewohnte Repertoire der Berührung hinaus forschen – neue Techniken und den gesamten Körper in die Empfindungen einbeziehen.

„Wie sie´s mag“ setzt Musik nur sparsam ein. Die Selbsterkundung ist in mehrere Tracks eingeteilt und klingt insgesamt konzentriert und präzise, statt der Zuhörerin eine sinnliche, tantrische Aura zu vermitteln, die vielleicht gar nicht zu jeder Stimmung passen würde. Eine wundervolle Möglichkeit, um das große Projekt Selbstliebe in kleine, machbare Schritte zu unterteilen – wach, weich und geerdet.

Als Goodie zur CD gibt es ein kleines Booklet über die weibliche erogene Anatomie, in dem wir „aus Versehen“ eine Menge über unseren eigenen Körper lernen können.

Selbst wenn du dich nicht selbst berühren und den Vorschlägen folgen möchtest, kannst du die CD laufen lassen – so, als sei es eine harmlose Hintergrundmusik. Frau Arntzen spricht weich und wach über sexuelle Berührung und Bewegung – eine unschätzbar wertvolle Erfahrung, wenn wir mit sexueller Scham und Sprachlosigkeit umgehen. Schon im beiläufigen Hören wird dein Nervensystem etwas darüber lernen, wie es „auf der anderen Seite der Mauer“ aussehen kann.

Je nachdem, wie dein aktuelles Verhältnis zu Self-Pleasuring* aussieht und wie du damit umgehen möchtest, kannst du dir vor oder statt realer Selbst-Berührung auch die Bewegungen vorstellen, die Frau Arntzen beschreibt. Unser Gehirn lernt in intensiver Vorstellung ebenso gut wie in real ausgeführten Aktionen! Und genau darin liegt eine riesige Chance, wenn wir unsere unsichtbare innere Mauer abtragen wollen.

Du kannst die CD am besten direkt bei Frau Arntzen bestellen. Lass einfach ihren Input wirken, in seiner eigenen Weise und seiner eigenen Zeit.

4.)
das Online-Angebot und Video-Kurse von Dami Charf

„Traumatische Ereignisse und ihre Folgen sind (…) definitiv kein „Todesurteil“, das Dich Dein Leben lang am Leben hindern muss. Du bist nicht alleine. Und Du bist definitiv nicht krank, kaputt oder verrückt!“ (Dami Charf)

Ein häufiger Grund für mangelnde Selbstliebe liegt in mangelndem Selbstverständnis. Unsere Probleme, unsere „Schwächen“ und „Fehler“ stellen mehr für uns dar als eine Herausforderung – wir machen sie innerlich zum Beweis dafür, nicht wertvoll genug zu sein, und vor allem: nicht so wertvoll zu sein wie „die Anderen“. Genau hier gibt es keine bessere Medizin als Wissen um Trauma – in all seinen Facetten, Schichten und Chancen.

Eine der engagiertesten Traumatherapeutinnen in Deutschland hat ihre Homepage zu einer Schatztruhe gemacht, wenn wir uns in dem Feld aus Trauma und Heilung orientieren wollen. Solange das Wort „Trauma“ an sich schon eine schwarze Wolke aus Katastrophe und Untergang triggern kann, ist Dami Charfs Website Seelenbalsam und Wissens-Pool zugleich.

www.traumaheilung.de bietet Informationen in Form von Videos und Texten. Darüber hinaus sind Frau Charfs E-Book, ihre Newsletter und ihr Online-Kurs zur Traumaheilung wundervolle Möglichkeiten, um selbstverantwortlich, aber begleitet den eigenen Wunden zu begegnen und über Heilung zu lernen.

Zum Zeitpunkt dieses Postings standen die nächsten Start-Termine des Online-Kurses noch nicht fest. Frau Charf lädt alle interessierten Frauen aber ein, sich in den Newsletter auf ihrer Homepage einzutragen, so dass die neuen Termine sofort mitgeteilt werden können.

Durch den Eintrag in den Newsletter erhältst du das kostenlose E-Book „Trauma verstehen“, welches ich dir uneingeschränkt empfehle. Neben fundiertem Wissen vermittelt dieses kleine Büchlein eine Möglichkeit, sich selbst nachzuvollziehen und zu sehen, die unweigerlich zu Erleichterung, Aufatmen und mehr Selbstliebe führt.

Außerdem bekommst du eine Reihe von Informationen und Videos zu folgenden Themen:

*Über die Unterscheidung zwischen Entwicklungs- und Schocktrauma
*Weshalb viele Traumatherapien nicht leisten, was sie leisten sollen
*Die Rolle des Körpers in der Traumaheilung
*u.v.m.

Frau Charf bietet darin eine in Jahrzehnten gewachsene Arbeit und erklärt engagiert und verständlich, wie komplex das Thema Trauma ist, wieviel Grund wir haben zur Hoffnung und weshalb unser Körper unser bester Verbündeter ist, statt ein Gegner zu sein. Solange es uns noch nicht in der Schule vermittelt wird: Dieses Wissen nachträglich zu verinnerlichen, trägt uns auf Sieben-Meilen-Flügeln Richtung Selbstliebe…

Viel Spaß beim Lernen, Spüren und Zärtlich-Sein!

Du kennst weitere Tools, die Frauen „zur Selbstliebe verführen“ können? Ich freue mich, wenn du mir davon schreibst – für „Geschenke an die Selbstliebe #3“ wähle ich gern aus einer exquisiten Liste der Möglichkeiten aus!

***

*Self-Pleasuring: Masturbation, Selbstbefriedigung, tantrisches Selbstliebe-Ritual… Sogar der Begriff „Selbst-Erfreuung“ wurde schon erfunden:-) Immernoch am schönsten sagen es die Amerikanerinnen: Self-Pleasuring.

©Ilan Stephani
www.kalis-kuss.de
www.101milesofsexualhealing.com

Bildnachweis: mit herzlichem Dank an Pixabay.com

HINWEIS: Ich schreibe unabhängig über die oben genannten Möglichkeiten und empfehle sie, weil ich persönlich von ihrem Potential überzeugt bin. Ich erhalte für den Verkauf der Produkte keine Provision.

Autor: Ilan Stephani

Körperforscherin und Autorin

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